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Microsoft Dynamics 365 Project Operations — Opportunity-to-Cash, Resource-Management, Projekt-Accounting.

Die Projekt-Dienstleister-Anwendung der Customer-Engagement-Familie. Nachfolger von Project Service Automation (PSA), heute verzahnt mit Business Central oder Finance — vom Angebot über die Ressourcen-Disposition bis zur Projekt-Faktura.

Was ist Dynamics 365 Project Operations?

Die End-to-End-App für Projekt-Dienstleister.

Microsoft Dynamics 365 Project Operations ist die Cloud-basierte Anwendung für Projekt-orientierte Dienstleister. Sie deckt den vollständigen Opportunity-to-Cash-Prozess ab: vom Vertriebs-Opportunity über die Angebots-Kalkulation, die Ressourcen-Planung, die Projekt-Ausführung, die Zeit- und Spesen-Erfassung bis hin zur Faktura und ins Projekt-Accounting.

Funktional gehören dazu:

  • Opportunity- und Angebots-Kalkulation — projektbasierte Quotes mit Rollen-Sätzen, Phasen-Plan, Aufwands-Schätzung
  • Resource-Management — Skill-Profile, Verfügbarkeits-Kalender, Auslastungs-Optimierung, Bench-Management
  • Projekt-Planung — WBS (Work Breakdown Structure), Meilensteine, Abhängigkeiten, MS-Project-Integration
  • Time-and-Expense — Zeiterfassung pro Projekt/Task, Spesen-Capture, mobile App, Genehmigungs-Workflows
  • Projekt-Faktura — Festpreis, Time-and-Material, Mischformen, Meilenstein-Faktura, Held-Back-Logik
  • Projekt-Accounting — WIP, Revenue Recognition, projektbasierte Kostenstellen, Margenrechnung
  • Subcontractor-Management — externe Konsulenten, Vendor-Rates, Subcontractor-Invoicing
  • Projekt-Reporting — Power BI Dashboards, Utilization, Realization, EAC vs. Plan, Earned Value
  • Copilot — projektbasierte Insights, Resource-Vorschläge, Status-Zusammenfassungen

Project Operations läuft auf Dataverse und integriert sich nativ mit Sales (Opportunity-Übergabe), Customer Service (Service-Projekte) und je nach Deployment-Variante mit Finance oder Business Central.

Vorgängerprodukt & Historie

Von PSA zur vollwertigen End-to-End-App.

Bis 2020 hatte Microsoft zwei Projekt-Produkte parallel im Portfolio: Project Service Automation (PSA) auf der Customer-Engagement-Seite und das Project Management Accelerator auf der F&O-Seite. Beide Welten waren funktional unvollständig und schlecht integriert. Mit Project Operations hat Microsoft 2020 beide Wege zu einem einheitlichen Produkt verschmolzen.

Stationen:

  • 2016: Einführung von Project Service Automation (PSA) — die erste CRM-basierte Projekt-App
  • 2018: Parallel-Entwicklung von projektbasierten Erweiterungen in F&O
  • 2020: Einführung von Dynamics 365 Project Operations — Vereinigung der beiden Welten
  • 2021: Drei offizielle Deployment-Modelle — „lite", „CE + BC", „F&O-integriert"
  • 2023: Erweiterte Resource-AI und Copilot-Vorschläge für Disposition
  • 2025: End-of-Life für PSA — alle Bestandskunden müssen auf Project Operations migrieren
  • 2026: Vereinheitlichtes Projekt-Modell zwischen CE- und F&O-Welt; einheitliche Datenstruktur in Dataverse

Wer aus einer alten PSA-Installation kommt, hat einen Microsoft-unterstützten Migrationspfad. Die Datenmodelle sind ähnlich, die wesentlichen Anpassungen (Custom-Entities, Power-Automate-Flows) müssen aber überprüft und teils nachgebaut werden.

Lizenz-Modelle

Full-User und Team-Member — und drei Deployment-Varianten.

Project Operations wird per User lizenziert. Zusätzlich gibt es drei Deployment-Modelle, die den Funktions-Umfang bestimmen. Alle Preise: Listenpreise, netto, pro User und Monat, Jahresabnahme. Stand Mai 2026.

LizenzListenpreisWas enthalten
Project Operations Full Userca. 120 €/User/MonatVollständige Funktionalität: Opportunity, Angebot, Resource-Management, Projekt-Planung, Time-and-Expense, Projekt-Faktura. Für Projekt-Manager, Konsulenten, Resource-Manager.
Project Operations Team Memberca. 8 €/User/MonatEingeschränkte Lizenz für gelegentliche Nutzer: Zeiterfassung, Spesen-Eingabe, Genehmigungen, Lese-Zugriff. Für Mitarbeitende, die nur Zeiten und Spesen buchen.
Attach-Lizenzca. 25–50 €/User/MonatWer Sales Enterprise oder Customer Service Enterprise hat, kann Project Operations als Attach-Lizenz dazu nehmen — zu reduziertem Preis.

Drei Deployment-Varianten:

  • „Lite": Project Operations eigenständig, ohne ERP-Buchhaltung. Faktura wird in der App geschrieben, Buchhaltung läuft in einem separaten Finanz-System ohne direkte Integration. Passt für kleinere Häuser.
  • „CE + Business Central": Project Operations mit Anbindung an Business Central für Faktura, Debitoren, Hauptbuch. Typisches Setup für Mittelständler bis ca. 250 Konsulenten.
  • „F&O-integriert": Project Operations mit voller Anbindung an Dynamics 365 Finance & Operations. Mehrere rechtliche Einheiten, IFRS-Reporting, Multi-Currency. Für Konzerne und größere internationale Beratungs-Häuser.

Stand der Preise: Microsoft passt Listenpreise regelmäßig an (Currency-Adjustments, NCE-Aktualisierungen, Plan-Restructurings). Die hier genannten Beträge sind Orientierungs-Werte aus Mai 2026. Aktuelle Preise inkl. arades-CSP-Konditionen abrufen Sie tagesaktuell im License Cost Calculator (licenses.arades.de) ↗.

Anwendungsfälle

Wer Project Operations typischerweise einsetzt.

  • IT-Beratungs- und Engineering-Häuser — von der Software-Beratung über Maschinenbau-Konstruktion bis zu Architektur-Büros, die Stunden- und Projekt-basiert abrechnen.
  • System-Integratoren und MSPs — die mehrstufige Implementierungs-Projekte planen, Resource-Auslastung steuern und mit fester oder gemischter Faktura arbeiten.
  • Agenturen und Kreativ-Dienstleister — Werbe-, Digital-, Beratungs-Agenturen, die Pitch-Kalkulation, Projekt-Steuerung und Faktura aus einem Werkzeug heraus betreiben wollen.
  • Professional-Services-Arme in Software-Häusern — die Lizenz-Geschäft und Implementierungs-Geschäft getrennt buchen müssen.
  • Anlagen- und Maschinenbauer mit Service-Geschäft — die ihre Projekt-Service-Sparte separat von der Maschinen-Faktura steuern.
  • Microsoft 365-Häuser, die ihre Time-and-Expense-Erfassung mobil und Teams-nah haben wollen — die native Integration spart Connector-Aufwand.

Weniger geeignet ist Project Operations für reine produktorientierte Geschäftsmodelle (Hersteller ohne Service-Anteil), für sehr kleine Beratungs-Häuser (unter 10 Konsulenten) ohne strukturierte Resource-Disposition, oder für interne Projekt-Steuerung ohne Faktura-Bezug — dort reicht Project for the Web oder ein leichteres Werkzeug.

Wenn Sie Project Operations einführen lassen wollen

Unsere Service-Page für Project Operations.

Diese Page ordnet Begriffe und Lizenzen ein. Wenn Sie Project Operations konfigurieren, migrieren oder erweitern lassen wollen, sind Sie hier richtig: Microsoft Dynamics 365 Project Operations — Service-Page. Dort finden Sie unser Vorgehen, Referenzen und Preis-Indikationen für Discovery, Implementierung und Resource-Coaching.

arades-Alternative · für kleinere Setups

Wann lohnt sich unsere Project & Service Management (P&SM) App?

Microsoft Dynamics 365 Project Operations ist mächtig — aber nicht für jedes Setup das passende Werkzeug. Unsere eigene Project & Service Management (P&SM)-App ist die schlankere Alternative auf Dataverse, speziell für IT-Dienstleister, Beratungen und kleinere PSA-Setups.

Mindestanzahl Nutzer

Project Operations: ab 20 User (Microsoft-Lizenz-Mindestmenge)
P&SM: ab 1 User — passt zu Setups mit 5–50 Beratern, nicht erst ab Konzern-Größe.

Lizenzkosten

Project Operations: Lizenz pro Nutzer (auf Anfrage)
P&SM: deutlich günstiger pro Nutzer (auf Anfrage). Plus: keine Microsoft-PO-Lizenz nötig — läuft auf Power-Apps-Per-User-Plan.

E-Invoicing inklusive

Project Operations: E-Invoicing nicht enthalten — zusätzliche Lizenz/Integration nötig.
P&SM: E-Invoicing-Modul out-of-the-box enthalten (XRechnung, ZUGFeRD, PEPPOL).

P&SM-Lösung ansehen

Häufige Fragen

Was Entscheider zu Project Operations wissen wollen.

Was unterscheidet Project Operations von Project for the Web?

Project for the Web ist ein leichtes Projekt-Management-Werkzeug innerhalb Microsoft Planner / Microsoft 365 — für interne Projekte ohne Abrechnung. Project Operations ist die vollwertige CRM-App: Opportunity-to-Cash, Resource-Management, Time-and-Expense, projektbasiertes Accounting, ERP-Anbindung. Faustregel: Wer Stunden auf Projekte bucht und daraus Rechnungen erzeugt, braucht Project Operations.

Was kostet Project Operations?

Ca. 120 €/User/Monat für die Full-User-Lizenz (Projekt-Manager, Konsulenten, Resource-Manager). Für gelegentliche Nutzer (Genehmigende, Teilzeit-Konsulent) gibt es die Team-Member-Lizenz für ca. 8 €/User/Monat. Stand 2026 nach Microsoft-Listenpreisen.

Was ist der Unterschied zu PSA (Project Service Automation)?

PSA war der Vorgänger — bis 2020 die eigenständige Projekt-Service-App. Project Operations löst PSA ab und vereint die CRM-Seite (Opportunity, Resource, Time) mit der ERP-Seite (Accounting, Invoicing). Microsoft hat PSA 2025 EOL gestellt; bestehende PSA-Installationen müssen migriert werden.

Brauche ich Finance oder Business Central zusätzlich?

Project Operations gibt es in drei Deployment-Modellen: „lite" (eigenständig, ohne ERP-Buchhaltung), „CE-only mit Business Central" (Accounting in BC) und „F&O-integriert" (vollständige F&O-Tiefe). Welches passt, hängt von Größe und ERP-Landschaft ab. Wer noch kein ERP hat, startet häufig mit „lite" und ergänzt später Business Central.

Wie lange dauert eine Erstinstallation?

6–12 Monate, abhängig von Deployment-Variante und Anzahl der Konsulenten. Eine schlanke „lite"-Einführung für 30 Konsulenten ist in 6 Monaten machbar. Eine F&O-integrierte Variante mit Multi-Country und Subcontractor-Management eher 12 Monate, im Konzern-Rollout auch länger.

30 Min Erstgespräch

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