Microsoft Power Platform · Lizenzberatung

Power Platform Lizenzen, Preise, Kosten & Rabatte — die Modelle im Überblick.

Power Apps, Power Automate, Power Pages, Dataverse-Capacity, AI Builder und Copilot Studio — jede Komponente hat ihr eigenes Lizenzmodell. Welche Kombination zu Ihrem Szenario passt, hängt von App-Zahl, Flow-Bedarf, Connector-Mix und Daten-Volumen ab. Wir machen die Optionen vergleichbar — bevor Sie beschaffen.

20+ Jahre Microsoft-Lizenz-Praxis Microsoft Partner Per User · Per App · Per Flow verstanden Mengen-, NCE- und Non-Profit-Rabatte sichtbar

Power Apps Lizenzierung

Power Apps — Per User oder Per App.

Power Apps Per User: ca. 20 € pro Nutzer und Monat. Der Nutzer darf unbegrenzt viele Power Apps in der Organisation verwenden — inklusive Premium-Connectoren (SQL, SAP, Salesforce, Custom APIs) und Dataverse. Sinnvoll für Power-User, die in mehreren Apps unterwegs sind, oder für Maker, die eigene Lösungen bauen.

Power Apps Per App: ca. 5 € pro App, Nutzer und Monat. Der Nutzer darf eine bestimmte App benutzen — wer zwei Apps braucht, lizenziert zwei Per-App-Plans. Sinnvoll für Frontline-Worker, die genau eine Branchen-App brauchen.

Faustregel zur Modellwahl: ab 3 Apps pro Nutzer ist Per User wirtschaftlicher als Per App. Bei ein bis zwei Apps lohnt Per App. In Microsoft 365 ist eine Power-Apps-Variante mit Standard-Connectoren bereits enthalten — Premium-Connectoren erfordern eine kostenpflichtige Lizenz.

Power Apps in Microsoft 365 (Seeded): die in M365 enthaltene Power-Apps-Lizenz erlaubt Apps mit Standard-Connectoren (SharePoint, Outlook, Excel) auf SharePoint-Listen-Basis. Sobald SQL Server, Dataverse, Custom Connectors oder On-Premises Gateways genutzt werden, wird eine Premium-Lizenz fällig.

Stand der Preise: Microsoft passt Listenpreise regelmäßig an (Currency-Adjustments, NCE-Aktualisierungen, Plan-Restructurings). Die hier genannten Beträge sind Orientierungs-Werte aus Mai 2026. Aktuelle Preise inkl. arades-CSP-Konditionen abrufen Sie tagesaktuell im License Cost Calculator (licenses.arades.de) ↗.

Power Automate Lizenzierung

Power Automate — Per User, Per Flow und RPA.

Power Automate Per User: ca. 15 € pro Nutzer und Monat. Der Nutzer darf unbegrenzt viele Cloud-Flows ausführen, inklusive Premium-Connectoren. Klassisch für Power-User, die eigene Automatisierungen bauen.

Power Automate Per Flow: ca. 100 € pro Flow und Monat. Ein bestimmter Flow darf von beliebig vielen Nutzern in der Organisation ausgelöst werden. Sinnvoll für Hintergrund-Flows (z. B. nächtliche Batches, Scheduled Tasks, System-zu-System-Flows ohne klaren Nutzer-Bezug).

Attended RPA (Robotic Process Automation): ca. 40 € pro Nutzer und Monat als Add-on auf Per User. Erlaubt aufgezeichnete Desktop-Automatisierungen, die im Vordergrund (mit Nutzer-Anwesenheit) ausgeführt werden — typisch für Legacy-Apps ohne API.

Unattended RPA: ca. 150 € pro Bot und Monat. Ein dedizierter Bot, der im Hintergrund auf einer virtuellen Maschine läuft. Skaliert mit der Bot-Zahl, nicht mit der Nutzer-Zahl.

Power Automate in Microsoft 365 (Seeded): die enthaltene Variante erlaubt einfache Flows mit Standard-Connectoren. Premium-Connectoren, Dataverse-basierte Flows, Custom Connectors und RPA erfordern eine kostenpflichtige Lizenz.

Power Pages Lizenzierung

Power Pages — Authenticated User und Anonymous User.

Power Pages Authenticated User: ca. 200 € pro 100 Nutzer und Monat. Für externe Portale mit Anmeldung — Kunden-Self-Service, Lieferanten-Portal, Partner-Portal. Abrechnung in Capacity-Paketen (100, 500, 1.000, 5.000 Nutzer), gestaffelt nach Volumen.

Power Pages Anonymous User: ca. 75 € pro 500 Nutzer und Monat. Für öffentliche Portale ohne Login — Informations-Seiten mit Formularen, öffentliche Suche, Marketing-Landing-Pages mit Dataverse-Anbindung. Capacity-Pakete in 500er- und 5.000er-Schritten.

Wie Power Pages abgerechnet wird: nicht pro Tenant, sondern pro Website. Eine Organisation kann mehrere Power Pages Sites parallel betreiben — jede mit eigener Capacity, eigener Authentifizierung und eigenem Branding.

Was Power Pages technisch braucht: Dataverse als Datenbasis (zusätzliche Dataverse-Capacity möglich), optional Azure Active B2C oder externe Identity-Provider für Authentifizierung.

Dataverse Capacity

Dataverse — was in M365 inklusive ist, was zugekauft werden muss.

Dataverse for Teams (in M365 inklusive): jede Teams-Lizenz bringt eine schlanke Dataverse-Variante mit — bis 2 GB Datenbank pro Team, bis 250 MB File-Storage, eingeschränkte Tabellen-Anzahl, kein Zugriff über die normale Power-Platform-Maker-Oberfläche. Reicht für leichte Listen-Apps innerhalb eines Teams.

Dataverse Capacity (kostenpflichtig): sobald eine reguläre Power-Apps-Per-User- oder Per-App-Lizenz vorliegt, bekommt der Tenant einen Capacity-Pool — typischerweise rund 250 MB Datenbank + 2 GB File-Storage pro Per-User-Lizenz, plus 50 MB pro Per-App-Lizenz. Das Pool gilt für den gesamten Tenant.

Capacity-Add-ons:

  • Dataverse Database Capacity: rund 35 € pro GB und Monat — für reguläre Tabellen.
  • Dataverse File Capacity: rund 1,50 € pro GB und Monat — für Anhänge, Bilder, Dokumente.
  • Dataverse Log Capacity: rund 9 € pro GB und Monat — für Audit-Logs, Activity-Logs.

Faustregel: die seeded Capacity reicht meist für die ersten zwei bis drei produktiven Apps. Sobald Bestandsdaten in Dataverse migriert oder größere Datasets bewegt werden, sind Add-ons fällig — wir planen die Capacity-Reserve typischerweise auf 12 Monate voraus.

AI Builder & Copilot Studio

KI in der Power Platform — Credits statt Per User.

AI Builder Credits: die Verbrauchseinheit für AI-Funktionen in Power Apps und Power Automate. Typische Modelle: Form Processing (Formularverarbeitung mit OCR), Object Detection, Text Recognition, Prediction Models (binary, multi-class), Category Classification, Entity Extraction, Language Detection, Sentiment Analysis. Kosten: rund 500 € pro Monat für 1 Mio. Credits — je nach Modell-Typ unterscheidet sich der Credit-Verbrauch pro Aufruf.

Copilot Studio Credits (vormals Power Virtual Agents): die Verbrauchseinheit für eigene KI-Agents. Gemessen in Messages — generative Antworten kosten mehr Credits als regelbasierte Dialoge. Einstieg bei ca. 200 € pro Monat für 25.000 Messages. Empfehlenswert: Pilot mit kleinem Paket, dann auf Basis Real-Verbrauchs hochskalieren.

Worauf zu achten ist: AI-Builder- und Copilot-Studio-Verbrauch ist nicht in Power-Apps- oder Automate-Lizenzen enthalten — Credits werden zusätzlich gekauft. Verbrauch lässt sich über Power Platform Admin Center pro Environment monitoren.

Rabatte und Optimierungs-Hebel

Wo Power-Platform-Kosten sich strukturell senken lassen.

NCE-Triennial bis 5 % Rabatt. Microsoft gewährt bei 3-Jahres-Verträgen zusätzlich bis zu 5 % Rabatt auf alle Power-Platform-Lizenzen. Bei stabiler Power-User-Stammbelegschaft ein klarer Hebel — bei Projekt- oder Saison-Kräften eher nicht, da die Lizenz-Menge während der Laufzeit nicht reduziert werden kann.

Volumenrabatte ab größeren Mengen. Microsoft skaliert Listenpreise ab gewissen Mengen-Stufen (typischerweise ab 250 Lizenzen einer SKU). Wir machen die jeweilige Stufe im License Cost Calculator sichtbar.

Non-Profit bis 75 % Rabatt. Gemeinnützige Organisationen (eingetragene Vereine, Stiftungen, gGmbHs) erhalten über Microsoft Tech for Social Impact bis zu 75 % Rabatt auf Power-Platform-Lizenzen. Power Apps Per User liegt damit bei ca. 5 €/Nutzer/Monat, Power Automate Per User bei ca. 3,75 €. Voraussetzung ist die Anerkennung über verify.microsoft.com.

Education-Tarife (A1/A3/A5). Berechtigte Bildungseinrichtungen (Schulen, Hochschulen) erhalten Power-Platform-Lizenzen zu stark reduzierten Education-Preisen — meist gebündelt mit Microsoft-365-Education-Plänen.

Doppellizenzierung vermeiden. Häufige Fehler in Bestands-Tenants: parallele Per-User- und Per-App-Lizenzen für denselben Nutzer, ungenutzte RPA-Bots, alte Power-Virtual-Agents-Pakete neben Copilot Studio. Eine Bestands-Inventur deckt diese Punkte in der Regel innerhalb weniger Tage auf.

License Cost Calculator

Listenpreis und arades-Preis nebeneinander.

Power-Platform-Paket im Browser zusammenstellen

Audience wählen (Commercial, Non-Profit, Education), Lizenzmodelle auswählen (Power Apps, Automate, Pages, Dataverse, AI Builder, Copilot Studio), Mengen eingeben. Der Calculator zeigt Listenpreis und identifizierten arades-Preis nebeneinander — sofort, ohne Lead-Erfassung.

Excel-Export gegen Kontaktdaten

Wer das Ergebnis offline weiterverarbeiten will, fordert den Excel-Export an — gegen kurze Kontaktdaten und Datenschutz-Zustimmung. Der Export enthält Kosten-Sheet plus Feature-Vergleich für die gewählten Power-Platform-Tarife.

License Cost Calculator öffnen ↗

Begleitende Dienstleistungen

Was typischerweise mit Power-Platform-Lizenzberatung zusammenläuft.

Lizenzentscheidungen für die Power Platform stehen selten allein — Architektur, Governance, Implementierung, Schulung und Betrieb laufen meistens parallel. Die häufigsten Begleitleistungen.

Häufige Fragen

Was Kunden vor einer Power-Platform-Lizenzentscheidung wissen wollen.

Was kostet Power Apps pro Nutzer?

Power Apps Per User liegt zum Listenpreis bei ca. 20 € pro Nutzer und Monat — der Nutzer darf unbegrenzt viele Power Apps in der Organisation verwenden. Power Apps Per App liegt bei ca. 5 € pro App, Nutzer und Monat — sinnvoll, wenn ein Nutzer nur eine oder zwei Apps braucht. Ab drei Apps pro Nutzer kippt die Rechnung zugunsten Per User.

Was kostet Power Automate?

Power Automate Per User liegt bei ca. 15 € pro Nutzer und Monat — der Nutzer darf unbegrenzt viele Cloud-Flows ausführen. Power Automate Per Flow liegt bei ca. 100 € pro Flow und Monat — sinnvoll für Hintergrund-Flows ohne klaren Nutzer-Bezug. Attended-RPA-Add-on rund 40 €, Unattended-RPA-Bot rund 150 € pro Monat.

Was kostet Power Pages?

Power Pages Authenticated User liegt bei ca. 200 € pro 100 Nutzer und Monat — für externe Portale mit Anmeldung. Power Pages Anonymous User liegt bei ca. 75 € pro 500 Nutzer und Monat — für öffentliche Self-Service-Portale ohne Login. Abrechnung erfolgt monatlich auf Capacity-Basis.

Wann reicht die Dataverse-Capacity aus Microsoft 365?

Die in Microsoft 365 enthaltene Dataverse-Capacity (Dataverse for Teams) reicht für leichte Power-Apps-Szenarien innerhalb eines Teams — Tabellen bis 2 GB pro Team, einfache Listen-Apps, geringe Anwender-Zahl. Sobald Apps über Teams hinaus laufen, mehr Tabellen oder Premium-Connectoren genutzt werden, sind Power-Apps-Lizenzen plus Dataverse-Capacity-Add-ons fällig.

Was sind AI Builder und Copilot Studio Credits?

AI Builder Credits sind die Verbrauchseinheit für AI-Modelle in Power Apps und Power Automate — Texterkennung, Formularverarbeitung, Vorhersage-Modelle. 1 Mio. Credits kosten rund 500 € pro Monat. Copilot Studio Credits sind die Verbrauchseinheit für eigene KI-Agents — gemessen in Messages, ab ca. 200 € pro Monat für 25.000 Messages.

Welche Rabatte gelten für Power Platform?

NCE-Triennial (3-Jahres-Vertrag) bringt bis zu 5 % zusätzlichen Rabatt. Non-Profit-Organisationen erhalten über Microsoft Tech for Social Impact bis zu 75 % Rabatt auf Power-Platform-Lizenzen. Bildungseinrichtungen (Schulen, Hochschulen) erhalten Education-Tarife. Volumenrabatte greifen ab größeren Mengen — wir machen sie im License Cost Calculator sichtbar.

Wie geht arades bei einer Power-Platform-Lizenzentscheidung vor?

Wir starten mit einer Inventur: welche Apps und Flows existieren bereits, wie viele Nutzer, welche Connectoren (Standard vs. Premium), welche Dataverse-Nutzung. Daraus ergibt sich das passende Modell — meist eine Mischung aus Per-User-, Per-App- und Per-Flow-Lizenzen plus passende Capacity-Add-ons. Begleitend Lizenzberatung, Implementierung und Governance.

Was kostet Power Apps per app vs per user?

Power Apps Per App kostet zum Stand Mai 2026 rund 5 € pro Nutzer, App und Monat. Power Apps Per User kostet rund 20 € pro Nutzer und Monat — der Nutzer darf unbegrenzt viele Power Apps in der Organisation nutzen. Die Bruchstelle liegt bei vier Apps pro Nutzer: ab drei eingesetzten Apps wird Per User wirtschaftlicher. Beispiel: 50 Nutzer mit 2 Apps kostet als Per-App rund 500 €/Monat (50 × 2 × 5 €), als Per-User 1.000 €/Monat — Per-App ist klar günstiger. Bei 5 Apps pro Nutzer kippt das Verhältnis: 1.250 € Per-App gegen 1.000 € Per-User. Für komplexe Apps mit Premium-Connectoren empfehlen wir meist Per-User; für punktuelle Single-Purpose-Apps Per-App.

Wie funktioniert Dataverse-Capacity Pricing?

Microsoft Dataverse wird in drei getrennten Capacity-Buckets abgerechnet: Database (ab rund 36 €/GB/Monat), File Storage (ab rund 1,80 €/GB/Monat) und Log Storage (ab rund 9 €/GB/Monat). Jede Power-Apps-Per-User-Lizenz bringt 250 MB Database und 2 GB File Storage als anteilige Entitlements mit. Erst ab Überschreitung der summierten Entitlements werden Capacity-Add-ons fällig. In Dynamics-365-Tenants steigen die Entitlements deutlich — Customer Service oder Sales Enterprise bringen jeweils 250 MB Database pro Lizenz mit, plus tenant-weite Basis-Capacity. Die häufigste Optimierungs-Quelle: alte Audit-Logs, ungenutzte Mailbox-Attachments und Test-Daten in Production-Environments — eine Capacity-Bereinigung spart oft 30–50 % der Add-on-Kosten.

Brauche ich Power Automate Premium für RPA?

Ja — Power Automate Premium (vormals Power Automate Per User mit RPA) ist Voraussetzung für Desktop-Flows im Attended-Modus. Listenpreis: rund 15 €/User/Monat. Damit kann ein Nutzer Attended-RPA-Flows auf seinem eigenen Rechner starten. Für Unattended-RPA — also Bot-gesteuerte Automatisierung ohne User-Interaktion auf dedizierten Maschinen — kommt zusätzlich der Power-Automate-Unattended-RPA-Add-on (rund 150 €/Bot/Monat) hinzu. Cloud-Flows (ohne RPA-Komponente) laufen über die Standard-Power-Automate-Per-User-Lizenz (rund 15 €/Monat). Die Abgrenzung ist eine der häufigsten Fragen — wir empfehlen vor einem RPA-Rollout immer ein Inventur-Gespräch, um die richtige Lizenz-Architektur zu wählen.

30 Min · Lizenzberatungs-Erstgespräch

Welche Power-Platform-Lizenzmischung passt zu Ihrem Setup?

Bringen Sie Ihre Maker- und Konsumenten-Zahlen, Ihre bestehenden Apps und Flows sowie Ihre Dataverse-Nutzung mit — wir geben Ihnen in 30 Minuten eine belastbare Empfehlung.