Microsoft Power Platform · Lizenzberatung
Power BI hat fünf Lizenzwelten — Free, Pro, Premium per User, Premium Capacity und Fabric. Welche davon zu Ihrem Setup passt, hängt von Konsumentenzahl, Datenmodell-Größe und KI-Bedarf ab. Als Microsoft CSP Reseller mit über 20 Jahren Lizenz-Praxis geben wir Ihnen Klarheit — bevor Sie beschaffen.
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Power BI Free ist kostenfrei und richtet sich an Einzel-Nutzer, die Reports und Datenmodelle für sich selbst bauen. Die Lizenz erlaubt den Power BI Desktop in vollem Funktionsumfang sowie eingeschränkten Zugriff auf den Power BI Service in einer privaten Workspace-Variante.
Was Free kann: Reports lokal in Power BI Desktop erstellen, Datenmodelle bauen, DAX-Measures schreiben, Reports als .pbix-Datei speichern und teilen, Reports in den persönlichen Workspace im Service hochladen.
Was Free nicht kann: Sharing von Reports mit Kolleg:innen, Workspace-Funktionen (Workspaces, Apps), Veröffentlichung im Service über die persönliche Sandbox hinaus, datenquellenbasierte Refresh-Automatisierung mit On-Premises Gateway (ohne Pro), Embedded Analytics. Die Liste der unterstützten Datenquellen ist im Vergleich zu Pro/Premium begrenzt.
Wann Free reicht: Einzelne Analyst:innen, Lernen, Prototyping, kleine PoC-Szenarien. Sobald eine zweite Person Reports konsumieren oder mitbearbeiten soll, ist Pro die richtige Stufe.
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Ca. 10 € pro Nutzer und Monat zum Listenpreis. Power BI Pro ist die Lizenz, die jeder Berichts-Konsument und jeder Berichts-Bauer in einem typischen Unternehmen braucht. Sie erlaubt Workspaces, App-Veröffentlichung, Sharing, Refresh-Automatisierung über das On-Premises Gateway und Standard-Refresh-Frequenzen (bis 8/Tag).
Was Pro kann: Reports in Workspaces veröffentlichen, Apps für Endanwender bereitstellen, Sharing per Link und Berechtigung, Row-Level-Security, Standard-Refresh-Zeitplan, Datenmodell bis 1 GB pro Dataset, alle Standard-Datenquellen.
Wichtig: Power BI Pro ist in Microsoft 365 E5 bereits enthalten. Wer also für seine Endanwender bereits Microsoft 365 E5 lizenziert hat, braucht für diese Nutzer keine separate Pro-Lizenz mehr — eine der häufigsten Lizenz-Doppelungen, die wir in Erstanalysen sehen.
Wann Pro reicht: Standard-Reporting für kleine bis mittlere Teams (bis ca. 50–100 Konsumenten), wenn KI-Features oder Embed in Custom-Apps nicht gebraucht werden.
Stand der Preise: Microsoft passt Listenpreise regelmäßig an (Currency-Adjustments, NCE-Aktualisierungen, Plan-Restructurings). Die hier genannten Beträge sind Orientierungs-Werte aus Mai 2026. Aktuelle Preise inkl. arades-CSP-Konditionen abrufen Sie tagesaktuell im License Cost Calculator (licenses.arades.de) ↗.
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Ca. 20 € pro Nutzer und Monat zum Listenpreis. PPU ist der Mittelweg zwischen Pro und einer großen Capacity-Lizenz — Sie bekommen Premium-Features pro Nutzer, ohne eine Capacity zu mieten. Voraussetzung: jeder Konsument und jeder Bauer braucht PPU. Ein Pro-Konsument kann auf einen PPU-Workspace nicht zugreifen.
Was PPU zusätzlich kann:
Wann PPU lohnt: Teams unter 250 Konsumenten, die KI-Features brauchen oder Paginated Reports erstellen. Bei mehr als 250 Konsumenten kippt die Rechnung zugunsten Premium Capacity — siehe Break-Even-Tabelle weiter unten.
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Ab ca. 5.000 € pro Monat (P1-SKU) oder ca. 4.000 € pro Monat (F64-SKU als Fabric-Variante). Premium Capacity ist eine Tenant-Lizenz — Sie mieten dedizierte Rechenleistung im Microsoft-Rechenzentrum, und beliebig viele Konsumenten (auch Free-User) können darauf zugreifen.
Was Capacity zusätzlich kann:
Wichtig: Bauer (Report-Entwickler:innen) brauchen weiterhin eine Pro- oder PPU-Lizenz, um Inhalte in die Premium-Workspace zu veröffentlichen — nur Konsumenten profitieren von der Free-User-Regel.
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Ab ca. 280 € pro Monat (F2-SKU), skalierend bis F2048. Microsoft Fabric ist die Erweiterung von Power BI Premium zur kompletten Data-Plattform — Power BI plus Data Lake (OneLake), Pipelines, Notebooks (Spark), Real-Time-Analytics, Data Warehouse, Data Activator. Alles auf einer gemeinsamen Capacity, alles im selben Tenant.
Was Fabric zusätzlich bringt:
Wann Fabric lohnt: Wer ohnehin Premium Capacity hat oder plant, fährt mit Fabric mittelfristig besser — der Mehrpreis gegenüber Premium Capacity ist gering, der Funktionsumfang deutlich größer. Microsoft kanalisiert die Roadmap zunehmend in Richtung Fabric.
Power-BI-Lizenzen im Vergleich
Microsoft Power BI deckt vom Single-User-Setup bis zum Enterprise-weiten Data-Mesh ein breites Lizenz-Spektrum ab. Die folgende Tabelle macht Preise, Voraussetzungen und sinnvolle Einsatzszenarien gegeneinander vergleichbar.
| Lizenz | Preis (Listenpreis) | Abrechnungs-Modell | Sinnvoll für |
|---|---|---|---|
| Power BI Free | 0 € | Personal Use | Einzelanwender, keine Sharing-Funktion |
| Power BI Pro | ca. 10 € / User / Monat | pro User | Business-Nutzer mit Sharing in Pro-Workspaces |
| Power BI Premium per User (PPU) | ca. 20 € / User / Monat | pro User | Power-User mit KI-Features, große Modelle |
| Power BI Premium Capacity (P-SKU, EOL) | ab ca. 5.000 € / Monat | Tenant-Capacity | Bestandsfälle — Neulizenzierung über Fabric |
| Microsoft Fabric F2 | ca. 280 € / Monat | Capacity (pay-as-you-go / Reserved) | Sehr kleine Capacity, Dev/Test-Workloads |
| Microsoft Fabric F4 | ca. 560 € / Monat | Capacity | Einstiegs-Production-Workloads |
| Microsoft Fabric F8 / F16 / F32 | ca. 1.120 € / 2.240 € / 4.480 € | Capacity | Mittlere Capacity-Bedarfe, Department-Scope |
| Microsoft Fabric F64 | ca. 9.000 € / Monat | Capacity | Enterprise-Scope — inkludiert Power BI Free-Verteilung im Tenant |
Indikative Listenpreise EUR/Monat, netto. Fabric-Capacities sind pay-as-you-go (PAYG) oder Reserved (1-Jahres-Commit) buchbar — Reserved liegt rund 40 % unter PAYG. Quelle: microsoft.com/de-de/microsoft-fabric/pricing — Stand Mai 2026.
Bei kleinem Team und einfachen Reports reicht Power BI Pro pro User. Free ist nur für Single-User ohne Sharing geeignet — sobald geteilt werden soll, brauchen Empfänger ebenfalls Pro.
Die meisten Nutzer auf Pro, einzelne Data-Engineers und Analysten auf PPU für KI-Features, große Modelle und Paginated Reports. Günstiger als eine Capacity bei dieser Größe.
Bei steigender Nutzerzahl wird die Capacity-Lizenzierung wirtschaftlich. Konsumenten brauchen keine Pro-Lizenz mehr — die Capacity bedient sie. Autoren brauchen mindestens Pro.
Ab F64 ist Power BI Free im Tenant für alle Konsumenten freigeschaltet — der Punkt, an dem Capacity-Modelle gegenüber Pro-per-User dramatisch günstiger werden. Zusätzlich: Data-Engineering, Data-Science und Real-Time-Analytics in einer Capacity.
Rabatte und Optimierungs-Hebel
Power BI Pro ist in Microsoft 365 E5 enthalten. Wer für seine Endanwender bereits E5 lizenziert hat, hat Power BI Pro für diese Nutzer bereits bezahlt. Eine separate Pro-Lizenz ist Doppellizenzierung. In Erstanalysen ist das einer der häufigsten Hebel — und einer der schnellsten, weil die Korrektur in der nächsten Renewal-Welle umgesetzt werden kann.
Premium per User vs. Premium Capacity — Break-Even bei ca. 250 Konsumenten.
| Konsumenten-Zahl | Kosten PPU (ca. 20 €/Monat) | Kosten Capacity P1 (ca. 5.000 €/Monat) | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| 50 | 1.000 €/Monat | 5.000 €/Monat | PPU |
| 100 | 2.000 €/Monat | 5.000 €/Monat | PPU |
| 250 | 5.000 €/Monat | 5.000 €/Monat | Break-Even |
| 500 | 10.000 €/Monat | 5.000 €/Monat | Capacity |
| 1.000 | 20.000 €/Monat | 5.000 €/Monat | Capacity (deutlich) |
Non-Profit-Rabatte bis 75 %. Gemeinnützige Organisationen (eingetragene Vereine, Stiftungen, gGmbHs) erhalten über Microsoft Tech for Social Impact bis zu 75 % Rabatt auf Power-BI-Lizenzen. Power BI Pro liegt damit bei ca. 2,50 €/Nutzer/Monat. Voraussetzung ist die Anerkennung über verify.microsoft.com — wir begleiten den Prozess.
Education-Tarife A1/A3/A5. Berechtigte Bildungseinrichtungen (Schulen, Hochschulen) erhalten Power-BI-Lizenzen zu stark reduzierten Education-Preisen. Microsoft 365 A1 enthält Power BI in Grundfunktion kostenfrei, A3/A5 ergänzen Premium-Funktionen.
NCE-Triennial-Rabatte bis 5 %. Bei 3-Jahres-Verträgen mit stabiler Stammbelegschaft gewährt Microsoft zusätzlich bis zu 5 % Rabatt. Achtung: Reduktion der Lizenz-Menge während der Laufzeit ist nicht möglich — daher nur für stabile Belegschaft sinnvoll, nicht für Saison- oder Projektkräfte.
License Cost Calculator
Audience wählen (Commercial, Non-Profit, Education), Lizenzmodell auswählen (Free, Pro, PPU, Premium Capacity, Fabric), Mengen eingeben. Der Calculator zeigt Listenpreis und identifizierten arades-Preis nebeneinander — sofort, ohne Lead-Erfassung.
Wer das Ergebnis offline weiterverarbeiten will, fordert den Excel-Export an — gegen kurze Kontaktdaten und Datenschutz-Zustimmung. Der Export enthält Kosten-Sheet plus Feature-Vergleich für die gewählten Power-BI-Tarife.
Begleitende Dienstleistungen
Lizenzentscheidungen für Power BI stehen selten allein — Architektur-Klärung, Quality-Gates, Wissens-Transfer und Folge-Betrieb laufen meistens parallel. Die häufigsten Begleitleistungen.
Vorab · Architektur
Bevor implementiert wird: Datenmodell, Workspace-Struktur, Sicherheitskonzept mit Row-Level-Security, Refresh-Strategie. Ergebnis ist ein Architektur-Dokument, mit dem jedes Engineering-Team weiterarbeiten kann.
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Vorab · CSP
Welches Power-BI-Modell für welche Mengen, ob PPU oder Capacity, wie Fabric dazupasst. Als Microsoft Lizenzierungspartner bezogen — mit der Option, CSP nur als Kontrolle ohne Margenmaximierung zu nutzen.
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Während · Quality-Gate
Unabhängige Zweit-Meinung während eines laufenden Power-BI-Projekts — egal ob wir es selbst durchführen oder ein anderer Partner. CMMI-basierte Quality-Gates, Risk-Reviews, Festpreis pro Gate.
Während · Adoption
DAX-Schulung, Datenmodellierung, Workspace-Governance — als dynamisches Lernprogramm über 4–6 Wochen mit Erstschulung, Anwendungsphasen und Aufbau-Sessions.
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Danach · Betrieb
Nach Go-Live: planbarer Application-Care-Vertrag mit Monatspauschale, SLA-basiert. Inklusive Releases, Hotfixes, DAX-Erweiterungen, Workspace-Hardening — und kontinuierlicher Begleitung.
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Danach · Wissen
Wenn die ursprünglichen Power-BI-Entwickler weg sind oder die Dokumentation veraltet — Reverse Engineering der bestehenden Reports und Datenmodelle mit dokumentiertem Ergebnis: Modell-Map, DAX-Inventar, Refresh-Architektur.
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Häufige Fragen
Power BI Pro liegt zum Listenpreis bei ca. 10 € pro Nutzer und Monat. In Microsoft 365 E5 ist Power BI Pro bereits enthalten — wer also E5 für die Endanwender lizenziert hat, braucht für diese Nutzer keine separate Pro-Lizenz. Als CSP-Reseller geben wir den identifizierten Rabatt sichtbar weiter.
Premium per User (PPU) liegt bei ca. 20 € pro Nutzer und Monat — also rund doppelt so viel wie Pro. Es lohnt sich, wenn Sie KI-Features (AutoML, Q&A in natürlicher Sprache), Paginated Reports oder XMLA-Endpoints brauchen. Alle Konsumenten und alle Bauer müssen dann PPU haben — gemischter Betrieb Pro/PPU funktioniert nicht.
Premium Capacity (F-SKU oder P-SKU) startet bei ca. 5.000 €/Monat als P1 oder ca. 4.000 €/Monat als F64. Der Break-Even gegenüber Premium per User liegt bei ungefähr 250 Konsumenten. Capacity-Lizenzen erlauben Free-User als Konsumenten, größere Datenmodelle bis 100 GB und Embedded-Rechte in Custom-Apps.
Microsoft Fabric ist die nächste Stufe — Power BI Premium plus Data Lake, Pipelines, Notebooks, Real-Time-Analytics auf einer Capacity. F-SKUs starten bei F2 (ca. 280 €/Monat) und skalieren bis F2048. Wer Power BI Premium Capacity heute hat, wandert mittelfristig zu Fabric — die Lizenz-Mechanik ist Capacity-basiert wie bisher.
Microsoft gewährt Non-Profit-Organisationen bis zu 75 % Rabatt auf Power-BI-Lizenzen — Pro liegt damit bei ca. 2,50 €/Nutzer/Monat. Voraussetzung ist die Anerkennung über Microsoft Tech for Social Impact (verify.microsoft.com). Im Education-Sektor (Hochschulen, Schulen) gelten A1/A3/A5-Tarife mit zusätzlichen Vergünstigungen.
Microsoft gewährt bei NCE-Triennial (3-Jahres-Vertrag) zusätzlich bis zu 5 % Rabatt — bei großen Mengen ein spürbarer Hebel. Allerdings ist die Vertragslaufzeit dann auch verbindlich: Sie können während der drei Jahre keine Lizenzen reduzieren. Für stabile Stammbelegschaft sinnvoll, für Projekt- oder Saison-Mitarbeiter eher nicht.
Als CSP-Reseller können wir Power-BI-Lizenzen mit identifizierbarem Rabatt gegenüber dem Listenpreis weitergeben — sichtbar im License Cost Calculator. Hinzu kommen monatliche Abrechnung, integrierte Lizenzberatung mit Power-BI-Architektur-Know-how und ein direkter Ansprechpartner.
Premium per User (PPU) ist eine Pro-User-Lizenz bei rund 20 €/User/Monat — jeder Builder und jeder Konsument benötigt eine eigene PPU-Lizenz. Premium Capacity (F-SKU oder P-SKU) ist eine Kapazitäts-Lizenz, die im Tenant gebucht wird — ab F64 (rund 4.000 €/Monat) oder P1 (rund 5.000 €/Monat). Bei Capacity dürfen Free-User Reports konsumieren, nur die Builder benötigen Pro-Lizenzen. Der Break-Even liegt bei rund 250 Konsumenten — darunter ist PPU günstiger, darüber Capacity. Capacity bietet zusätzlich größere Datenmodelle (bis 100 GB), XMLA Read/Write, Paginated Reports und Embedded-Rechte. Wer Microsoft Fabric einsetzen möchte, kommt ohnehin nur über die F-SKU-Capacity dorthin.
Microsoft Fabric ist die strategische Nachfolge-Plattform — Power BI Premium plus OneLake (Data Lake), Data Engineering, Data Science, Data Factory, Real-Time Intelligence und Data Warehouse, alles auf einer Capacity (F-SKU). Fabric lohnt sich, wenn Sie nicht nur Reporting brauchen, sondern eine End-to-End-Datenplattform — ETL-Pipelines, Lakehouse-Architektur, Notebooks für Data Science, Echtzeit-Analysen. F2 startet bei rund 280 €/Monat als Einstieg für kleine Workloads; F64 bei rund 4.000 €/Monat ist die typische Mittelstands-Größe. Wer reines BI-Reporting ohne Data-Engineering-Anteil betreibt, kommt mit Premium per User oft günstiger weg. Microsoft hat angekündigt, neue BI-Features primär in Fabric zu liefern — langfristig ist Fabric der Default-Pfad.
Bei F64 oder höher dürfen alle Konsumenten ohne Pro-Lizenz Reports lesen — analog zur klassischen Premium-Capacity. Builder (User, die Datasets, Reports oder Dashboards veröffentlichen) benötigen weiterhin eine Power-BI-Pro-Lizenz oder eine PPU-Lizenz. Bei F2 bis F32 brauchen alle Nutzer (auch Konsumenten) eine Pro-Lizenz — die Free-User-Konsumtion ist erst ab F64 freigeschaltet. Das macht F64 zur typischen Einstiegs-Größe für Unternehmen mit vielen Konsumenten. Wer Fabric nur für Data Engineering nutzt und Reports separat über PPU verteilt, kann auch eine kleinere F-Capacity wählen.
30 Min · Lizenzberatungs-Erstgespräch
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