Wer ist für die Microsoft Non-Profit-Konditionen berechtigt?
Berechtigt sind in Deutschland gemeinnützige Organisationen nach §52 AO — eingetragene Vereine, gGmbHs, Stiftungen, kirchliche Einrichtungen, Wohlfahrtsverbände. Voraussetzung sind ein gültiger Freistellungsbescheid vom Finanzamt oder eine vorläufige Bescheinigung. Industrie- und Wirtschaftsverbände, die rein erwerbswirtschaftliche Mitglieds-Interessen vertreten, fallen meist nicht unter Non-Profit. Microsoft prüft die Verifizierung über das Non-Profit-Portal nonprofit.microsoft.com — in Deutschland häufig in Verbindung mit der TechSoup-Verifizierung. Quelle: nonprofit.microsoft.com — Stand Mai 2026.
Wie viel Rabatt bekomme ich auf Microsoft 365 Business Premium?
Microsoft gewährt berechtigten Non-Profits 75 % Rabatt auf Microsoft 365 Business Premium. Statt rund 22,80 € pro Nutzer und Monat zahlen Sie etwa 5,70 €. Hinzu kommen Discounts auf E3, E5, F3 sowie 15 % Rabatt auf das Microsoft 365 Copilot-Add-on. Bei Stiftungen und Verbänden mit großen Freiwilligen-Pools steht zusätzlich das Modell der Volunteer-Lizenzen zur Verfügung — bis zu fünf zusätzliche F3-Lizenzen pro lizenziertem Mitarbeitenden.
Wie viel kostet Microsoft Dynamics 365 für Non-Profits?
Microsoft Dynamics 365 Customer Service Enterprise und Sales Enterprise reduzieren sich von 91 € auf rund 22 € pro Nutzer und Monat — etwa 75 % Rabatt auf den Standalone-Preis. Microsoft Dynamics 365 Business Central liegt bei rund 30 € statt 95,30 € — etwa 68 % Rabatt. Power Apps ist für Non-Profits bis zu 10 Nutzern kostenfrei, ab dem elften Nutzer rund 2,30 €. Power Automate Premium kostet etwa 3,50 € jährlich abgerechnet statt 13,80 €.
Was sind Volunteer-Lizenzen und wer bekommt sie?
Microsoft erlaubt berechtigten Non-Profits, bis zu fünf zusätzliche F3-Lizenzen pro lizenziertem Mitarbeitenden für Freiwillige zu beziehen. Eine Stiftung mit 12 lizenzierten Hauptamtlichen darf damit bis zu 60 Volunteer-Lizenzen einsetzen. Das ist ein eindeutiger Hebel für Vereine, Wohlfahrtsverbände und Stiftungen mit großen Freiwilligen-Pools.
Sind Industrie- und Wirtschaftsverbände non-profit-eligible?
Reine Industrie- und Wirtschaftsverbände, deren Zweck im Wesentlichen die Vertretung erwerbswirtschaftlicher Mitglieder-Interessen ist, gelten nach Microsoft-Definition typischerweise nicht als gemeinnützig — auch wenn sie als eingetragener Verein organisiert sind. Eligible sind dagegen Berufsverbände mit explizit gemeinnützigem Zweck, kulturelle Verbände, soziale Verbände, Forschungs-Verbände, Außenhandelskammern (oft als Körperschaften des öffentlichen Rechts) und gemeinnützige Bildungs-Verbände. Wir prüfen die konkrete Satzung im Erstgespräch.
Wie läuft die Eligibility-Prüfung in Deutschland ab?
In Deutschland geht der Weg meist über zwei Stationen: Erstens das Microsoft Non-Profit-Portal nonprofit.microsoft.com, wo Sie Ihre Organisation registrieren und Nachweise einreichen. Zweitens — vor allem bei kleineren Organisationen — die TechSoup-Verifizierung über das deutsche Stifter-helfen-Portal. TechSoup verifiziert den gemeinnützigen Status anhand von Freistellungsbescheid, Satzung und Vereinsregister-Auszug. Microsoft akzeptiert die TechSoup-Verifizierung als Eligibility-Nachweis. Die Prüfung dauert typischerweise zwei bis sechs Wochen.
Können Non-Profit-Lizenzen auch von einer angeschlossenen gewerblichen Tochter genutzt werden?
Nein — und das ist ein häufiger Fehler. Microsoft Non-Profit-Lizenzen dürfen ausschließlich für die gemeinnützige Tätigkeit der berechtigten Organisation eingesetzt werden. Eine gewerbliche Tochter (etwa eine Beratungs-GmbH eines gemeinnützigen Verbands) darf diese Lizenzen nicht nutzen. Bei gemischten Strukturen empfehlen wir eine saubere Trennung: gemeinnütziger Teil über Non-Profit, gewerblicher Teil über kommerzielle Konditionen. Microsoft prüft das in regelmäßigen Audits.