Februar 2025 — aktiv seit über einem Jahr
Verbot unzulässiger AI-Praktiken (Social Scoring, manipulative AI, untargeted Scraping von Gesichtsbildern, Emotionserkennung in Arbeit/Schule, Risiko-Profiling für Strafverfolgung ohne enge Ausnahmen). Pflicht zu AI Literacy: alle Mitarbeitenden, die AI-Systeme bedienen oder deren Ergebnisse verwenden, müssen geschult sein. Das betrifft auch Microsoft 365 Copilot Nutzer im breiten Sinne.
August 2025 — aktiv seit August letzten Jahres
Pflichten für General-Purpose-AI-Modelle (GPAI): Technische Dokumentation, Copyright-Konformität, Transparenz-Bericht. Diese Pflicht betrifft Microsoft als Provider der zugrundeliegenden Modelle — aber nicht direkt deren Kunden, mit einer Ausnahme: Wer ein GPAI-Modell substantiell anpasst (Fine-Tuning, eigene Datenbasis bei großem Volumen), kann zum Provider werden und übernimmt entsprechende Pflichten. Plus: AI Office bei der EU-Kommission ist operativ und kann erste Marktüberwachungs-Maßnahmen treffen.
August 2026 — die kritische Schwelle (drei Monate entfernt)
Hochrisiko-AI-Pflichten werden vollständig wirksam: Risikomanagement-System, Daten-Governance, technische Dokumentation, Aufzeichnungs-Pflicht (Logs), Transparenz gegenüber Deployers, Human Oversight, Genauigkeits- und Cybersicherheits-Anforderungen, Konformitätsbewertung vor Marktbringen. Plus Transparenz-Pflichten für AI-generierte Inhalte (Watermarking, Kennzeichnung von Chatbots, Deepfakes). Wer Hochrisiko-AI selbst baut oder einsetzt, hat damit umfangreiche Aufgaben. Wer „nur“ Microsoft Copilot Standard nutzt, hat überwiegend Deployer-Pflichten (siehe Februar 2025).
August 2027 — weitere Hochrisiko-Pflichten
Erweiterte Anforderungen für eingebettete AI in regulierten Produkten (Medizinprodukte, Spielzeug, Maschinen, Aufzüge, Druckgeräte etc.) — relevant für Mittelständler, deren Produkte bereits CE-Konformitätsbewertungen brauchen. Hier wird AI Teil der Produkt-Konformitätsbewertung.