Microsoft Power Platform · Prozess-Automation

Ihr Microsoft Power Automate Partner — Process Automation & RPA.

Als Microsoft Power Automate Partner bauen wir Flows, die im Produktiv-Betrieb auch beim 10.000sten Durchlauf nicht stehen bleiben. Wenn jemand bei Ihnen jeden Morgen Daten aus einem System ins andere kopiert, einen Genehmigungs-Lauf per E-Mail orchestriert oder Reminder-Mails von Hand versendet — dann ist genau das ein Power-Automate-Fall.

Cloud Flows + Desktop Flows beide Welten Fehler-Handling, das hält RPA für Legacy-UIs ohne API AI Builder integriert

Funktionsumfang

Was Power Automate können — und wo die Grenzen liegen.

Fünf Komponenten machen die Plattform aus. Jede hat ihren Platz, jede hat ihre Falle. Hier die ehrliche Einordnung.

Cloud Flows

Flows, die in der Microsoft-Cloud laufen und über APIs mit Standard-Diensten sprechen — SharePoint, Outlook, Teams, Dynamics, Salesforce, SAP, ServiceNow, eigene REST-APIs. Drei Trigger-Typen: automatisch (Event-getrieben), instantan (Button-Click), zeitgesteuert (Cron). Das Arbeitspferd der Plattform.

Desktop Flows (RPA)

Flows, die eine echte Windows-Maschine fernsteuern — Maus, Tastatur, Bildschirm. Die Lösung für Legacy-Anwendungen ohne API: alte SAP-GUI-Clients, Greenscreens, Excel-Formulare, Web-UIs ohne offene Schnittstelle. Attended (mit angemeldetem User) oder Unattended (Bot auf Server) verfügbar.

Business Process Flows

Geführte Mehr-Stufen-Prozesse direkt in Model-Driven Apps. Der Außendienstler sieht im Termin-Formular oben einen Fortschritts-Balken: Anfrage → Angebot → Verhandlung → Abschluss. Jede Stufe mit Pflichtfeldern, Validierungen, automatischen Aktionen. Sehr nützlich für Vertriebs- und Service-Pipelines.

Approvals

Eingebaute Genehmigungs-Logik mit Teams-/Outlook-Karten, Mehrfach-Genehmiger, parallel oder sequentiell. Audit-Trail, Eskalations-Logik bei Untätigkeit, Mobile-Approval. Spart enorm, wenn Sie sonst Genehmigungen per E-Mail-Faden mit Excel-Liste organisieren würden.

AI Builder

Form-Recognition für Belege, Rechnungen, Verträge — direkt im Flow. Sentiment-Analyse für Kundenservice-Emails. Object-Detection für Bilderkennung. Funktioniert für die Standardfälle gut, wird unzuverlässig bei stark variablen Eingaben. Wir prüfen vor dem Einsatz, ob die Datenmenge für ein Custom-Modell reicht.

Custom Connectors & HTTP

Wenn ein Drittsystem keinen vorgefertigten Connector hat: Custom Connector aus OpenAPI-Definition, Auth-Konfiguration (OAuth, API-Key, Basic), Pagination-Handling. Für Einmal-Aufrufe der HTTP-Action mit voller Kontrolle über Headers und Payload. Hier liegt oft die Brücke zu Eigen­entwicklungen, die wir parallel im Independent Engineering bauen.

Use Cases

Was wir typischerweise mit Power Automate bauen.

Die folgenden vier Aufgaben­typen begegnen uns am häufigsten — und sind die wirtschaftlich klarsten Anwendungs­fälle für die Plattform.

Genehmigungen

Urlaub, Reise, Investment, Lieferanten-Freigabe, Kunden-Konditionen. Antrag aus Power App oder Formular → Mehr-Stufen-Approval mit Teams-Karte → Ergebnis zurück ins Quell-System mit Audit-Trail. Der klassische Anwendungs­fall, mit dem die meisten Kunden in Power Automate einsteigen.

Daten-Synchronisation zwischen Systemen

Kundendaten zwischen Microsoft Dynamics 365 und SAP, Aufträge zwischen Web-Shop und ERP, Mitarbeitende zwischen HRIS und Active Directory. Inkl. Konflikt-Behandlung, Fehler-Queue, Monitoring. Eine produktionsreife Synchronisation ist deutlich mehr als ein „bei Änderung kopieren"-Flow — wir kennen die Stolpersteine.

Onboarding-Automation

Neuer Mitarbeitender im HR-System angelegt → automatisch AD-User, Mailbox, Teams-Mitgliedschaften, Lizenzen, Hardware-Bestellung, Welcome-Mail mit Zugangsdaten, IT-Sicherheits-Briefing-Termin. Spart pro Onboarding mehrere Stunden Handarbeit beim IT-Team.

Reminder- und Eskalations-Logik

Vertrag läuft in 90 Tagen aus → Account-Manager benachrichtigen, in 60 Tagen Eskalation an Lead, in 30 Tagen automatischer Kalender-Termin. Service-Ticket nach 24 h ohne Reaktion → Eskalation an Service-Leitung. Pure Zeitlogik, die sonst niemand übernimmt — bis es zu spät ist.

Was wir liefern

Vier Bausteine eines Power-Automate-Projekts.

01

Flow-Architektur

Wo lebt welche Logik? Ein großer Flow oder mehrere kleine? Synchron oder asynchron über Service-Bus? Kindprozesse als wieder­verwendbare Sub-Flows? Diese Architektur-Entscheidungen bestimmen, ob Sie in 12 Monaten eine pflegbare Landschaft haben oder einen Flow-Friedhof.

02

Fehler-Handling

Retry-Logik mit Exponential-Backoff. Idempotenz, damit der gleiche Auftrag nicht zweimal verarbeitet wird. Dead-Letter-Queue für unverarbeitbare Eingaben. Monitoring-Mails an die richtigen Personen, nicht an alle. Das ist der Unterschied zwischen Demo-Flow und Produktiv-Flow.

03

Connector-Integration

Standard- oder Premium-Connector? Wenn nichts passt: Custom Connector aus OpenAPI, mit Auth-Mapping, Pagination, Throttling-Logik. Für eigene REST-APIs schreiben wir die OpenAPI-Definition gleich mit, dann ist der Connector eine 30-Minuten-Aufgabe statt eines Mehrtage-Projekts.

04

RPA für Legacy-Systeme

SAP-GUI-Bots, alte Windows-Clients, Browser-Anwendungen ohne API. Mit ID-basiertem Element-Selector statt Bildschirm-Pixel-Klick (deutlich stabiler). Mit Concurrency-Locks, damit zwei Bots nicht gleichzeitig ins gleiche Fenster schreiben. Mit Bild-Erkennung als Fallback, wenn die UI keine IDs hat.

Lizenzkosten

Was Power Automate tatsächlich kostet.

Drei Schichten bestimmen Ihre Microsoft-Rechnung:

  • Standard-Cloud-Flows — in Microsoft-365- und Dynamics-365-Lizenzen enthalten, solange ausschließlich Standard-Connectors (SharePoint, Outlook, Teams, OneDrive) genutzt werden.
  • Premium-Cloud-Flows — ab ungefähr 15 € pro Nutzer und Monat. Notwendig, sobald Premium-Connectors (SAP, ServiceNow, Salesforce, eigene HTTP-APIs) im Spiel sind.
  • RPA — Attended Desktop Flows ab ungefähr 40 € pro Nutzer und Monat. Unattended Bots auf Server ab ungefähr 150 € pro Bot und Monat — die teuerste, aber für Legacy-Systeme oft die einzige praktikable Option.

Pay-as-you-Go über Azure-Subscription gibt es ebenfalls — dort wird pro Flow-Run abgerechnet. Sinnvoll für sporadische Aufgaben mit kleinem Volumen. Eine durchgerechnete Variante mit Ihrer Konstellation: License Cost Calculator.

Häufige Fragen

Was Kunden vor einem Power-Automate-Projekt wissen wollen.

Was unterscheidet Cloud Flows von Desktop Flows?

Cloud Flows laufen in der Microsoft-Cloud und sprechen über APIs mit Diensten wie SharePoint, Dynamics, Salesforce, SAP. Desktop Flows steuern eine echte Windows-Maschine — Tastatur, Maus, Bildschirm — und sind die Wahl für Legacy-Anwendungen ohne API.

Brauche ich für Power Automate eine zusätzliche Lizenz?

Cloud Flows mit Standard-Connectors sind in Microsoft 365 enthalten. Premium-Connectors (SAP, ServiceNow, Salesforce, eigene HTTP-APIs) brauchen einen Power-Automate-Plan ab ~15 € pro Nutzer und Monat. RPA mit attended Desktop Flows ab ~40 €, unattended RPA als Bot-Lizenz ab ~150 € pro Bot und Monat. Mehr im License Cost Calculator.

Können Sie auch Legacy-Software automatisieren, die keine API hat?

Ja. Genau dafür ist Power Automate Desktop (RPA) gedacht. Wir automatisieren Greenscreens, alte Windows-Clients, Browser-basierte Anwendungen ohne API — alles, was eine Maus und Tastatur bedienen kann. Wichtig: RPA ist eine Brücke, nicht eine Architektur. Wo möglich, ersetzen wir RPA mittelfristig durch saubere API-Integrationen — entweder mit Custom Connectors oder, wenn die Komplexität es rechtfertigt, im Independent Engineering.

Wie zuverlässig laufen die Flows im Produktiv-Betrieb?

Das hängt fast vollständig vom Fehler-Handling ab. Wir bauen jeden produktiv-relevanten Flow mit Retry-Logik, Idempotenz, Dead-Letter-Queue und Monitoring. Der Unterschied zwischen einem Demo-Flow und einem Produktiv-Flow ist meistens das Fehler-Handling — und genau das ist unser Tagesgeschäft.

Was kostet ein Power-Automate-Projekt typischerweise?

Ein einzelner Cloud Flow mit klarem Use Case und 2–3 Connector-Schritten lässt sich oft in 1–2 Tagen aufsetzen. Komplexe Automatisierungen mit vielen Verzweigungen, Fehler-Handling und RPA-Anteil kommen typischerweise auf 5–15 Personentage. Im Erstgespräch geben wir Ihnen anhand Ihres Use Cases eine ehrliche Einschätzung.

Wer pflegt die Flows nach Go-Live?

Wir bieten Pflege im Application-Care-Modell mit garantiertem Stundenkontingent oder Pay-per-Hour ohne Vertragsbindung. Bei Microsoft-API-Änderungen oder Throttling-Anpassungen kontaktieren wir Sie pro­aktiv und ziehen die Anpassung im laufenden Vertrag durch.

30 Min Erstgespräch

Welcher Prozess soll sich künftig selbst kümmern?

Beschreiben Sie den Ist-Ablauf, wir geben eine ehrliche Einordnung — Cloud Flow, Desktop Flow oder doch besser Custom-Code-Lösung.

Begleitende Dienstleistungen

Was typischerweise mit dieser Engineering-Leistung zusammenläuft.

Engineering-Projekte stehen selten allein — Lizenz-Logik, Architektur-Klärung, Quality-Gates, Wissens-Transfer und Folge-Betrieb laufen meistens parallel. Hier die häufigsten Begleitleistungen, die wir in Discovery-Spike, Sprint-Festpreis oder Application-Care-Verträgen zubuchen.

Vorab · Architektur

Beratung & Architektur

Bevor implementiert wird: Tenant-Struktur, Datenmodell, Sicherheitskonzept, Integration-Mapping. Ergebnis ist ein Architektur-Dokument, mit dem jedes Engineering-Team weiterarbeiten kann — auch ein anderes als wir.

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Vorab · CSP

Lizenzberatung & CSP

Welche Lizenz-Bundles für welche User, welche Add-on-SKUs notwendig sind, wo Sie über- oder unterlizenziert sind. Als Microsoft Lizenzierungspartner bezogen — mit der Option, CSP nur als Kontrolle ohne Margenmaximierung zu nutzen.

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Während · Quality-Gate

Project Assurance

Unabhängige Zweit-Meinung während eines laufenden Implementations-Projekts — egal ob wir es selbst durchführen oder ein anderer Partner. CMMI-basierte Quality-Gates, Risk-Reviews, Festpreis pro Gate.

Während · Adoption

Schulungen & Lernprogramm

Nicht der klassische 2-Tage-Workshop, der nach einer Woche vergessen ist — sondern ein dynamisches Lernprogramm über 4–6 Wochen mit Erstschulung, Anwendungsphasen und Aufbau-Sessions. Schulungs-Matrix für Rollen und Themen.

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Danach · Betrieb

Application Care

Nach Go-Live: planbarer Application-Care-Vertrag mit Monatspauschale, SLA-basiert. Inklusive Releases, Hotfixes, Erweiterungen, Tenant-Hardening — und kontinuierlicher Begleitung statt nur Reaktion auf Ticket.

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Danach · Wissen

Knowledge Recovery

Wenn die ursprünglichen Entwickler weg sind, der Vorgänger-Partner nicht mehr greifbar oder die Dokumentation veraltet — Reverse Engineering der bestehenden Lösung mit dokumentiertem Ergebnis: Code-Map, Datenmodell, Customization-Inventar.

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Strategie-Hintergrund · arades Themen-Page

Eine Datenbank für alle Business-Apps — Dataverse statt Insel-Lösungen

Warum wir alle unsere Apps und Empfehlungen konsequent auf eine einzige Datenbasis bauen — und wann die Insel-Lösung trotzdem die bessere Antwort ist. 2.500 Wörter zu Architektur, Migrations-Pfaden und ehrlichen Abgrenzungen.

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