Independent Engineering · Mobile

Mobile Apps — native und cross-platform für den Mittelstand.

Wenn eine progressive Web-App nicht reicht — weil offline gearbeitet werden muss, weil die Hardware mit muss (Kamera, Barcode, Bluetooth, NFC), weil sie im App Store gefunden werden soll. Wir bauen iOS- und Android-Apps mit .NET MAUI für Microsoft-nahe Stacks, React Native für breite Cross-Platform-Projekte oder native Swift/Kotlin, wenn die Aufgabe es verlangt.

Cross-Platform · .NET MAUI & React Native Microsoft-integriert · Entra · D365 · Power Platform · Intune EU-Backend · Hetzner / STACKIT App-Store-Vertrieb · App Store Connect · Play Console · Intune

Entscheidungs-Hilfe

Wann eine native Mobile App die richtige Wahl ist.

Eine native App ist teurer und aufwendiger zu betreiben als eine Web-Anwendung. Vier Szenarien, in denen sich der Aufwand lohnt — und drei, in denen Sie besser bei einer PWA bleiben.

Field Service mit Offline-Pflicht

Außendienst-Techniker im Maschinenraum, im Untergeschoss oder am Mast. Kein WLAN, schwankendes Mobilfunk-Signal. Auftrag muss trotzdem abgearbeitet, dokumentiert und später synchronisiert werden. Eine native App mit lokaler SQLite und Sync-Engine ist hier ohne Alternative.

Hardware-Zugriff: Kamera, Barcode, NFC, Bluetooth

Lager-Inventur mit Barcode-Scanner. Asset-Tagging via NFC. Verbindung zu Bluetooth-Sensoren in Industrie- oder Gesundheits-Settings. Browser-APIs decken einen Teil ab — aber nicht stabil genug für tägliche Nutzung mit hunderten Operationen pro Schicht.

App-Store-Vertrieb als Marketing-Kanal

Endkunden suchen Sie über Apple App Store oder Google Play. Eine PWA, die nur über eine URL erreichbar ist, taucht dort nicht auf. Wenn der App Store Teil des Vertriebskanals ist, brauchen Sie eine echte App mit App-Store-Eintrag.

Hochfrequente Nutzung, lange Sessions

Wenn die App mehrmals täglich, jeweils 30+ Minuten genutzt wird — Logistik-Tour, Krankenpflege, Service-Außendienst — zählt jede Sekunde Latenz und jedes Quäntchen Akku. Native Apps sind hier deutlich performanter und energie-effizienter als Web-basierte Alternativen.

Wann nicht nativ — sondern PWA

Internes Tool, das gelegentlich am Smartphone genutzt wird, kein Offline-Bedarf, keine Hardware-Integration. Hier baut man eine progressive Web-App mit Next.js: 60 % der Funktionalität, 25 % der Kosten, kein App-Store-Approval-Cycle.

Wann nicht nativ — sondern Microsoft Power Apps

Daten-getriebene interne Mobile-Anwendungen mit 5–50 Nutzern, die ohnehin in einem Microsoft-Tenant arbeiten. Hier ist Microsoft Power Apps typisch in 4–8 Wochen produktiv — ohne dass jemand einen App-Store-Approval-Prozess durchstehen muss.

Tech-Stack

Womit wir Mobile bauen — und wann was passt.

Eine Stack-Entscheidung ist langfristig — Mobile-Apps leben drei bis fünf Jahre, oft länger. Wir wählen pro Projekt bewusst und begründet, statt eine Hauspräferenz zu erzwingen.

.NET MAUI React Native Swift / SwiftUI Kotlin / Jetpack Compose Expo SQLite Realm / WatermelonDB OAuth 2.0 / OIDC Microsoft Entra ID Microsoft Intune Microsoft Dataverse Apple Push (APNs) Firebase Cloud Messaging App Center / Sentry Fastlane GitHub Actions

.NET MAUI · für Microsoft-nahe Stacks

Microsofts Cross-Platform-Framework, Nachfolger von Xamarin Forms. Ein C#-Codebase deckt iOS, Android, macOS und Windows ab. Sinnvoll, wenn Sie ohnehin Dynamics 365, Power Platform oder einen .NET-Backend-Stack nutzen — die Auth-Bibliotheken (MSAL), die Dataverse-Anbindung und die Microsoft-Identity-Story sind hier am ausgereiftesten. Unser Default für B2B-Field-Apps mit Microsoft-Integration.

React Native · für breite Cross-Platform-Projekte

JavaScript/TypeScript-basiertes Framework von Meta, mit dem größten Ökosystem an Open-Source-Komponenten. Sinnvoll, wenn das Web-Team in TypeScript denkt und Code-Sharing zwischen Web und Mobile nützlich ist (z. B. Validierungs-Logik, API-Clients). Wir nutzen typischerweise mit Expo, das Build-Tooling und Update-Pipelines vereinfacht.

Native Swift / Kotlin · wenn die Aufgabe es verlangt

Wenn AR-Funktionen (ARKit / ARCore), CoreML-Inferenz auf dem Gerät, professionelle Audio-/Video-Verarbeitung oder pixelgenaue UI-Animationen gefragt sind, gibt es zur nativen Entwicklung keine Alternative. SwiftUI für iOS, Jetpack Compose für Android. Hier liefern wir sortenrein nach Plattform — höherer Aufwand, dafür maximale Plattform-Tiefe.

Datenhaltung · SQLite und Sync-Engines

Offline-fähige Apps brauchen einen lokalen Datenspeicher, typischerweise SQLite — direkt oder via Realm bzw. WatermelonDB. Sync-Strategien (last-write-wins, operational transforms, CRDTs) wählen wir nach Konflikt-Verträglichkeit. Bei D365-/Dataverse-gestützten Apps nutzen wir den Microsoft Field Service Sync-Mechanismus oder bauen einen eigenen, falls nötig.

Identity · OAuth 2.0 mit Microsoft Entra ID

Authentifizierung läuft über OAuth 2.0 mit PKCE, Tokens werden im plattform-eigenen Secure Storage abgelegt (Keychain auf iOS, Keystore auf Android). Bei Microsoft-Integration nutzen wir MSAL (Microsoft Authentication Library), das Conditional Access, MFA und Single Sign-On out of the box mitbringt.

Drei Project-Shapes

Wie ein Mobile-Projekt mit uns laufen kann.

Welche Form passt, hängt davon ab, wie weit Sie sind und ob die App ein eigenständiges Produkt oder Teil einer größeren Plattform werden soll.

01 · 2–4 Wochen

Discovery-Spike

Sie wissen, dass eine App gebraucht wird, aber nicht, ob nativ oder cross-platform, ob mit eigenem Backend oder via Dataverse, ob ein Store-Approval realistisch ist. Wir validieren technische Annahmen, klären Plattform-Strategie, prüfen Apple-/Google-Konten und liefern Entscheidungs-Vorlage + Roadmap.

  • Festpreis
  • Use-Case-Inventar
  • Plattform- und Stack-Empfehlung
  • App-Store-Konten-Setup-Plan
  • MVP-Scope mit Budget-Korridor
Empfohlen
02 · 3–8 Monate

MVP iOS + Android

Vom Spike zur veröffentlichten App. Wir bauen die Kern-Workflows in einem .NET-MAUI- oder React-Native-Codebase, richten Build-Pipelines (TestFlight, Play Console internal track) ein und führen den Store-Approval-Prozess. Erste echte Nutzer können nach 3–4 Monaten testen, öffentliche Veröffentlichung ist je nach Komplexität nach 5–8 Monaten realistisch.

  • T&M mit Korridor
  • 2-Wochen-Sprints
  • TestFlight / Play-Console-Builds ab Sprint 1
  • App-Store-Approval übernehmen wir
  • Code in Ihrem Besitz, ab Tag 1
03 · laufend

Embedded-Team

Sie haben bereits eine App im Store, brauchen aber laufende Weiterentwicklung — neue Features, OS-Updates (jährlich), Drittanbieter-SDK-Migrationen. 1–2 Mobile-Engineers arbeiten in Ihrem Team mit, in Ihrer Pipeline, mit Ihren Reviews.

  • Embedded-Modus
  • Mindestens 3 Monate
  • Senior-Niveau
  • Integration in Ihre Slack/Teams/GitHub
  • Klare Übergabe-Doku, falls intern übernommen wird

Microsoft-Integration

Mobile Apps, die zum Microsoft-Tenant passen.

Wenn Sie ohnehin im Microsoft-Stack sind, vereinfacht das eine Mobile-App-Strategie deutlich. Vier konkrete Anker-Punkte, an denen wir tief integrieren:

Dynamics 365 Field Service — als Backend. Service-Aufträge, Disposition, Asset-Daten, Service-Berichte: alles im Field-Service-Datenmodell vorhanden. Wir bauen die Mobile-App entweder auf dem Microsoft-Field-Service-Mobile-SDK oder direkt gegen die Dataverse-Web-API, je nachdem wie viel Anpassung nötig ist.

Dynamics 365 Sales — als Backend. Außendienst-Apps mit Lead-Erfassung, Account-Übersicht, Termin-Vorbereitung. Offline-fähige Spiegelung von Konten, Kontakten und Verkaufschancen.

Microsoft Entra ID — als Identity Provider. Single Sign-On in die App via MSAL, Conditional Access (z. B. „nur erlaubt aus Deutschland"), MFA via Authenticator. Kein eigener User-Login, keine separate Passwort-Verwaltung.

Microsoft Intune — als MDM und Verteilungs-Kanal. Für interne Apps verteilen wir über Intune Company Portal, statt über App Store / Play Store. Dazu Compliance-Policies (Geräte-Verschlüsselung, PIN-Zwang, Remote-Wipe). Sinnvoll, wenn die App nicht öffentlich sein soll oder unternehmensweite Geräte-Steuerung gefragt ist.

Souveränität bei Mobile

Wie weit „EU-souverän" bei Mobile-Apps geht.

Backend-Hosting in der EU — vollständig kontrollierbar. Eigenes Backend bei Hetzner, STACKIT, IONOS oder OTC. Datenbank, Object Storage, Identity-Provider — alles unter EU-Recht und ohne Cloud-Act-Exposition. Bei Microsoft-Backend (Dataverse) gilt die Microsoft-EU-Daten-Boundary-Zusage, die Schrems-II-Risiken nicht eliminiert, aber begrenzt.

App Stores — nicht souverän, aber unausweichlich. Apple App Store und Google Play sind US-Infrastruktur. Bei öffentlich verteilten Apps ist das die Realität. Bei rein internen Apps gibt es Alternativen: Intune Company Portal, Apple Business Manager mit privatem Distribution-Programm, Sideloading auf Android.

Telemetrie EU-konform. Crash-Reporting via Sentry self-hosted (oder Sentry-EU-Tenant), Analytics via Plausible oder Matomo (statt Firebase Analytics oder Google Analytics 4). Push-Notifications via APNs / FCM lassen sich nicht vermeiden, aber wir reduzieren die Payload auf das Notwendige und verschlüsseln sensitiv inhaltliche Anteile.

Datenmodell und Lokalspeicher. Im Secure Storage des Geräts (Keychain / Keystore) liegen nur Auth-Tokens. Geschäftsdaten in einer SQLite-Datenbank, verschlüsselt mit dem plattform-eigenen Datenträger-Schutz. Bei sehr sensiblen Daten zusätzlich auf App-Ebene mit AES-256 (z. B. SQLCipher).

Weiterführend

Wo Mobile Apps an unsere anderen Disziplinen andocken.

Häufige Fragen

Was Kunden vor dem ersten Mobile-Gespräch wissen wollen.

Wann braucht man eine native App und nicht eine progressive Web-App?

Wenn die App offline funktionieren muss, Hardware-Zugriffe braucht (Kamera, Bluetooth, Barcode-Scanner, NFC, Background-Sync) oder im App Store/Play Store gefunden werden soll. Außerdem für sehr lange Sessions, in denen die Web-Performance an Grenzen stößt. In allen anderen Fällen prüfen wir zuerst, ob eine PWA reicht — sie ist deutlich günstiger zu bauen und zu betreiben.

Cross-Platform oder zwei native Apps?

Cross-Platform (.NET MAUI oder React Native) ist in 80 % der B2B-Fälle die richtige Antwort: ein Codebase, zwei Plattformen, deutlich kleineres Team. Native (Swift/SwiftUI für iOS, Kotlin/Jetpack Compose für Android) wird sinnvoll bei AR/VR, ML-Inferenz auf dem Gerät, Echtzeit-Audio oder UI-intensiven Consumer-Apps. Für Mittelstands-Apps mit Microsoft-Integration ist .NET MAUI in der Regel der pragmatischste Weg.

Wie integriert ihr mit Microsoft Dynamics 365 und Power Platform?

Über die Dataverse-Web-API mit OAuth-2.0-Tokens aus Microsoft Entra ID. Für Field-Service-Szenarien gibt es das Field Service Mobile SDK; wir bauen darauf, wenn der Standard-Funktionsumfang reicht. Für Custom-Workflows greifen wir direkt auf Dataverse zu, mit konfigurierbarem Offline-Cache und Sync-Logik.

Wie funktioniert die Verteilung — App Store oder intern?

Drei Wege: (1) Öffentlicher App Store / Play Store für Customer-facing Apps. (2) Enterprise-Verteilung über Microsoft Intune (Company Portal) — für interne Apps, die nicht öffentlich sein sollen. (3) Apple Business Manager / Apple Developer Enterprise Program für sehr große iOS-Flotten. Wir richten Build-Pipelines so ein, dass jeder Push auf Main automatisch eine TestFlight- oder internal-track-Version baut.

Welche Backend-Optionen habe ich für meine Mobile App?

Drei realistische Pfade: (1) Microsoft-Stack — Dataverse + Power Platform-APIs + Azure Functions, wenn Sie ohnehin im Microsoft-Ökosystem sind. (2) Custom-Backend in unserem Stack — TypeScript/NestJS auf PostgreSQL, gehostet bei Hetzner oder STACKIT (EU-Souveränität). (3) Hybrid — Dynamics-Daten via Dataverse-API, ergänzt um eigenes Backend für Funktionen, die D365 nicht abbildet. Wir helfen bei der Entscheidung im Architecture-Gespräch.

DSGVO und Datensouveränität bei mobilen Apps — wie weit kann man gehen?

Backend kann vollständig EU-souverän sein (Hetzner / STACKIT / IONOS / OTC). App Stores selbst sind US-Infrastruktur (Apple, Google) — daran kommt man bei öffentlich verteilten Apps nicht vorbei. Telemetrie (Crash-Reporting, Analytics) konfigurieren wir EU-konform: Sentry self-hosted oder Plausible statt Firebase Crashlytics. Push-Notifications laufen über APNs/FCM — hier ist die Frage, wie viel Payload man verschlüsselt überträgt.

Was kostet eine Mobile App?

Discovery-Spike (2–4 Wochen): klärt Use Cases, Plattformen, Backend-Strategie, App-Store-Konten — Festpreis. MVP einer einfachen iOS+Android-App via .NET MAUI: typisch 3–5 Monate. MVP einer App mit komplexer Offline-Sync und Hardware-Integration: 5–8 Monate. Embedded-Team (1–2 Mobile Engineers, monatlich): laufende Weiterentwicklung mit eigenem Produkt-Team beim Kunden. Konkrete Zahlen geben wir gemeinsam nach Discovery.

Bauen Sie auch nur das Frontend, wenn ich ein bestehendes Backend habe?

Ja. Wenn Sie schon ein REST/GraphQL-API oder Dynamics 365 / Dataverse haben, übernehmen wir den Mobile-Teil und docken an. Voraussetzung: das API ist dokumentiert (OpenAPI / Postman-Collection) und die Auth ist klar (OAuth 2.0, OIDC, JWT). Bei undokumentierten Backends startet das Projekt mit einem API-Audit.

30 Min · kostenlos · ohne Verpflichtung

Mobile-Vorhaben besprechen.

30 Minuten, in denen wir Ihren konkreten Use Case durchsprechen — Plattformen, Backend, Verteilungs-Modell, App-Store-Realität. Kein Vorbereitungs-Druck, bringen Sie mit, was Sie haben.

Begleitende Dienstleistungen

Was typischerweise mit dieser Engineering-Leistung zusammenläuft.

Engineering-Projekte stehen selten allein — Lizenz-Logik, Architektur-Klärung, Quality-Gates, Wissens-Transfer und Folge-Betrieb laufen meistens parallel. Hier die häufigsten Begleitleistungen, die wir in Discovery-Spike, Sprint-Festpreis oder Application-Care-Verträgen zubuchen.

Vorab · Architektur

Beratung & Architektur

Bevor implementiert wird: Tenant-Struktur, Datenmodell, Sicherheitskonzept, Integration-Mapping. Ergebnis ist ein Architektur-Dokument, mit dem jedes Engineering-Team weiterarbeiten kann — auch ein anderes als wir.

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Vorab · CSP

Lizenzberatung & CSP

Welche Lizenz-Bundles für welche User, welche Add-on-SKUs notwendig sind, wo Sie über- oder unterlizenziert sind. Als Microsoft Lizenzierungspartner bezogen — mit der Option, CSP nur als Kontrolle ohne Margenmaximierung zu nutzen.

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Während · Quality-Gate

Project Assurance

Unabhängige Zweit-Meinung während eines laufenden Implementations-Projekts — egal ob wir es selbst durchführen oder ein anderer Partner. CMMI-basierte Quality-Gates, Risk-Reviews, Festpreis pro Gate.

Während · Adoption

Schulungen & Lernprogramm

Nicht der klassische 2-Tage-Workshop, der nach einer Woche vergessen ist — sondern ein dynamisches Lernprogramm über 4–6 Wochen mit Erstschulung, Anwendungsphasen und Aufbau-Sessions. Schulungs-Matrix für Rollen und Themen.

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Danach · Betrieb

Application Care

Nach Go-Live: planbarer Application-Care-Vertrag mit Monatspauschale, SLA-basiert. Inklusive Releases, Hotfixes, Erweiterungen, Tenant-Hardening — und kontinuierlicher Begleitung statt nur Reaktion auf Ticket.

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Danach · Wissen

Knowledge Recovery

Wenn die ursprünglichen Entwickler weg sind, der Vorgänger-Partner nicht mehr greifbar oder die Dokumentation veraltet — Reverse Engineering der bestehenden Lösung mit dokumentiertem Ergebnis: Code-Map, Datenmodell, Customization-Inventar.

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